Pro Equo BW - Tiere -gehalten wie Sklaven –und vergast

Tiere -gehalten wie Sklaven –und vergast

Obwohl noch nicht einmal eine Untersuchung des toten Wildvogels erfolgte, wurden beim nächsten Bauern auf Verdacht hunderte von Hühnern vergast. Einfach so!
Die Hühner wurden erst gar nicht auf das H 5 N1 Virus untersucht. Die Untersuchung ist teurer, als das Massenvergasen. Kurzer Hand werden hunderte von Hühnern in die Mülltonne geworfen und vergast. Der Bauer ist empört, und fordert eine finanzielle Entschädigung!
Er ist nicht empört darüber, dass der Staat ihm hunderte von Tieren vergast hat, sondern über seinen Verdienstausfall. Wahrscheinlich gesunde Hühner wurden auf Verdacht vergast!
Der Staat hat angeordnet. Mir schießt es durch den Kopf, was wäre wenn mal eine Seuche ausbricht, die eventuell für Pferde ansteckend ist? Werden Pferde dann auch einfach vor dem Besitzer erschossen? Tiere die meiner Obhut unterliegen, für die ich die Verantwortung übernommen habe, müsste ich gegen die Staatsmacht schützen. - mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln.
Wie kam die Vogelgrippe zustande? Die Wissenschaftler werden wahrscheinlich anhand von Tierversuchen eine Erklärung finden. Zuerst wurde das Virus in China und in asiatischen Ländern entdeckt, in Ländern, in denen das Tier noch weniger, als in anderen Ländern bzw. gar nichts mehr wert ist. Hühner werden an den Füßen zusammengebunden und müssen auf engstem Raum liegend auf dem Gehsteig ausharren bis sich ein Käufer findet, der sie wiederum auf dem Gepäckträger des Fahrrads verpackt oder am Lenker Kopf über hängend transportiert. Hühner, die als Ware mit dem Menschen auf engstem Raum dahinvegetieren müssen, bis sie geschlachtet werden, ohne jeglichen Freiraum, seine ihm zugrundeliegende Grundbedürfnisse ausleben zu können. In diesem Zusammenhang kann man sicherlich nicht von einem Naturvolk sprechen, das noch mit den Tieren lebt.
In den asiatischen Ländern ist der unfaire, verachtende Umgang mit der Ware Tier noch offensichtlich. Wir haben unseren nicht weniger verachtenden Umgang mit „Nutztieren“ hinter hohe Mauern verlegt, so dass keiner mehr sehen kann , welche unsagbaren Misshandlungen allein durch die beengte und schlechte Tierhaltung geschehen. Ein großes Schild mit dem Deckmantel „Wertvoller Tierbestand“! „Für Unbefugte kein Zutritt“! „Privatbesitz“! hilft, das Innere der Stallungen, vor all zu neugierigen Blicken fernzuhalten.
Die Geflügelhöfe und Massennutztierhaltungen liegen nicht nur wegen der Geruchsbelästigungen im Außenbereich. Als die Aussiedlerhöfe ihren Einzug hielten, war ich begeistert. Endlich hatte bei den Landwirten und den Politikern ein Umdenken stattgefunden und sie wollen den „Nutztieren“ ein besseres Leben in Form von Offenstallhaltung und Weidegang ermöglichen.(So zumindest meine Einschätzung)
Doch leider ist das Bild von der Anbindehaltung bei den Nutztieren nach wie vor das Regelwerk. Wie grotesk wirken die Aussiedlerhöfe, die inmitten von mehreren Hektar Land ihre Tiere nach wie vor, jahrein, jahraus im dunklen Stall auf Spaltenböden stehen haben. Warum dürfen Landwirte als einzige aussiedeln - Viele Pferdebesitzer würden gerne solch einen Hof zur artgerechten Pferdehaltung ihr Eigen nennen - wenn sie ihren Tieren nach wie vor keine bessere Haltung zugestehen? Im Gegenteil, auf freiem Feld hinter verschlossenen Türen, werden Landwirte vor unerwünschten Blicken geschützt. Es ist kein Wunder, dass Landwirte, die Rinder nur als fleisch - und milchlieferndes Produkt ansehen, den Tieren auch noch Knochenmehl unter das Futter mischen. Die Natur wehrt sich seltsamerweise lange nicht. Doch wenn der Mensch nun auch noch Pflanzenfressern tierische Produkte zur Steigerung der Milchleistung oder sonstiger Gewinnsteigerung unter das Futter mischt, wehrt sich selbst die gutmütige Natur. In diesem Fall mit BSE!

War es nicht genug, Lauftiere über Jahre an der Kette auf Spaltenböden mit unzureichendem Stroh anzubinden, ihnen durch einen stromgeladenen Draht das Abkoten nur im hintersten Teil (Mistrinne) zu erlauben? Fressen, Milch geben und jährlich nach künstlicher Besamung ein Kalb zur Welt zu bringen. Ein Kalb zur Welt bringen? Vielleicht doch nicht mehr die richtige Redewendung. Es geht zur Geburt auch nicht in eine schön eingestreute Box.
Nein, die Kuh bleibt wo sie ist, auf ihrem Spaltboden, angekettet. Wenn die Kuh sich zur Geburt niederlegt, eilt der Landwirt mit einer Art Autoheber heran und bindet Stricke um die Vorderbeine des noch ungeborenen Wesen und zieht bzw. hebelt das Kalb, oftmals, ohne die Wehen der Kuh abzuwarten, das Kalb unter dem Stöhnen der Mutter heraus. (Für Frauen, die schon ein Kind geboren haben, ist dies wahrscheinlich unvorstellbar ) Das neugeborene Kalb wird meist an den Vorderbeinen über die Gasse geschleift und in eine kleine enge Box verbracht. Bei den noch wackeligen Aufstehversuchen schlägt es dann mit seinem kleinen Körper öfters gegen die Bretterwand seiner Box. - ohne je seine Mutter gesehen zu haben, noch sonst einen Artgenossen, den es über die hohe Trennwand nur riechen und hören kann. Was für Gedanken müssen diesem kleinen Geschöpf durch den Kopf gehen? Welche Ängste muss es, ohne den Schutz der Mutter und der Herde ausstehen? Warum gestehen Landwirte ihren Tieren keinen Freiraum im Sinne von einem Offenstall für ihre Tiere zu. Wenn schon nicht der gesunde Menschenverstand hervorbringt, dass Nehmen und Geben auf Dauer immer nur im Wechselspiel erfolgreich sein kann, so haben doch auch die Wissenschaftler festgestellt, dass Tiere in Offenstallhaltung wesentlich gesünder und leistungsfähiger sind.
Haben Landwirte vielleicht Bedenken, dass sie in der Ware Tier insgeheim doch ein intelligentes und, vor allem bei Kühen, ein sehr soziales und einfühlsames Wesen vor sich haben. Könnten die kindlichen Spiele der Kälber, nicht erwünschte Emotionen den Landwirten entlocken? Von den Schweinen, denen sogar eine höhere Intelligenz als den Hunden nachgewiesen wurde, bei Freigang offensichtlich würde.
Um auf BSE zurückzukommen: entweder sieht jemand ein Tier wirklich nur als Ware, die beliebig ausgenutzt werden kann oder/ und ist gottlos und stellt sich über Gott, weil er offensichtlich, von Gott gegebenen Pflanzenfressern, zur vermeintlichen Gewinnsteigerung tierische Produkte ins Futter untermischt. Die Folgen ließen nicht lang auf sich warten.
Pferden, die auch zu den Pflanzenfressern gehören, werden auch immer mehr tierische Produkte (Gelatine =Knochenmehl, Muschelextrakt etc.) als Zusatzfutter z.B. bei Arthrose verabreicht. Pferdebesitzer und Futtermittelhersteller sollten sich doch hierzu mehr Gedanken machen.