Pro Equo BW - Der ganz normale Wahnsinn !

Der ganz normale Wahnsinn !

Beim Spazieren gehen am Waldfriedhof in Kirchheim/Teck habe ich auf einer kleinen Koppel ein Haflinger gesehen. Da war ich schon nicht erfreut, dass es zwar neben Schafen, aber ohne Artgenossen ständig auf der kleinen Koppel steht. Im Herbst habe ich mich gewundert, dass es die Äpfel von drei Äpfelbäumen vertilgen kann ohne tot umzufallen. Die Haltung dieses Ponys ist sicher nicht in Ordnung, doch ich wusste auch, dass man nicht eingreifen kann. Nun ist es aber so, dass das Pony seit ca. drei Monaten mit zwei Ziegen in der Box eingesperrt ist. Und zwar ununterbrochen eingesperrt ist!
Vor ca. 8 Wochen habe ich dem Veterinäramt Esslingen den Sachverhalt mitgeteilt.
Der Landwirt war der Veterinärtierärztin von weiteren Verstößen gegen das Tierschutzgesetzes in Bezug auf Nutztierhaltung bekannt. Sie versprach mir, einzugreifen.
Bei weiteren Telefonaten mit dem Veterinäramt wurde mir mitgeteilt, dass man dem Besitzer Auflagen machen würde. Welche dürfte sie mir aber nicht mitteilen.
Nun, das Pferd steht weiterhin mit den Ziegen in einer Box ohne jegliche Bewegung.
Der Allgemeinzustand des Ponys ist nach wie vor unverändert schlecht und die Schafe blöken den ganzen Tag ununterbrochen! Die Zustände dieser Tierhaltung werden auch seit Jahren von den Bürgern zu Recht angeprangert. Warum wird das Pferd nicht sofort beschlagnahmt? Das Tierschutzgesetz mag auslegbar sein wie es will, aber ein Pferd über den Winter einfach einzusperren ist doch ein eindeutiger Verstoß gegen das Tierschutzgesetz!
Nun, in ein paar Wochen wird man die Weide wieder in Stand setzen können und das Pony kann sich zumindest im Schritt bewegen. Der schlechte Allgemeinzustand wechselt in einen Grasbauch und alle sind zufrieden, bis zum nächsten Winter. Dann steht es wieder ein halbes Jahr in der Box.
Ich werde nie verstehen, warum sich Veterinärärzte nicht für die Tiere einsetzen!
Wären die Tierärzte von den Veterinärämtern selbständige Tierärzte, so würden sie diesem Pferd Vitaminspritzen, Wurmkur, Impfungen und weitere Therapien unter anderem sofortige Bewegung zur Gesunderhaltung des gesamten Organismus verschreiben.

Anmerkung:
Die Veterinärtierärztin hat erreicht, dass das Pferd vorerst einen kleinen Auslauf zugesprochen bekommt.

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