Pro Equo BW - Fahrsport

Fahrsport

Das Viererzug -Hindernisrennen in der Schleyerhalle habe ich nur mit Widerwillen im Fernsehen verfolgt. Tausende von Zuschauern klatschen zur laut aufgedrehten Musik im Takt. Gleicht es doch eher einem Spektakel wie anno dazumal in der Gladiatorenarena. Grundsätzlich hat jeder, der einen Viererzug fährt und das so beherrscht, meine größte Hochachtung. Aber das Fahren durch enge Hindernisse und das noch auf Zeit, lässt sich meiner Meinung nach nicht mehr verantworten. Die Pferde sind psychisch völlig überfordert.
Auch die Angst, dass sie ihrem Vordermann in die Beine treten könnten und die Vorderpferde haben ständig Bedenken, dass ihr Hinterpferd sie tritt. Grundsätzlich ist der Abstand zwischen den Pferden einfach zu gering, um solche Manöver mit vier Pferden zu veranstalten.
Es wäre schön, wenn man den Fahrsport zugunsten der Pferde wieder in geordnete Bahnen bringen könnte und die Fahrer ihren Ehrgeiz immer schneller, immer spektakulärer sein zu müssen, ändern könnten. Wobei ich auch schon gesehen habe, dass man mit einem Spezialwagen nun auch über kleine Hindernisse springen kann. Vielleicht wird es doch noch spektakulärer!
Wie ich schon sagte, habe ich großen Respekt vor den Fahrern. Vier Pferde vom Bock aus zu beherrschen ist eine Kunst für sich. Auch ist kein Pferdesport so kostenaufwändig und zeitintensiv wie der Fahrsport. Ich möchte die Viererzug-Fahrer, die Leistungsport mit ihren Pferden betreiben, nur darum bitten, dass sie ihr nächstes Trainingsvideo mal mit anderen Augen betrachten. Achten Sie nicht auf die Technik, sondern auf ihre Pferde, deren Mimik und das Spiel der Beine. Betrachten Sie das einmal in Zeitlupe. Und sehen Sie hierbei auch einmal ihren Pferden in die Augen, wenn sie durch ein enges Hindernis fahren.

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