Pro Equo BW - Pferde zwischen Zuckerbrot und Peitsche

Pferde zwischen Zuckerbrot und Peitsche?

Ein bekannter Kollege, Sportreporter und aktiver Reiter, erzählte mir absolut glaubwürdig, dass er daneben gestanden sei, als ein sehr bekannter deutscher Springreiter unter dem Gebiss seines Pferdes, mit dessen Maul er Schwierigkeiten hatte, ein Stück-Fahrradkette hervorgezogen habe. Er nannte Ross und Reiter.
Aus. (Bemerkungen über Pferde" von Horst Stern)

Als ich diesen Absatz las, fiel mir gleich wieder ein, dass ich ein ehemaliges M-Springpferd kenne, das am Maulwinkel einen ca. 2cm langen vernarbten Riss hatte und deshalb auch mit einem Hackemoore geritten wurde. Als ich mit dem Springreiter ein Gespräch, an seinem sonst abgeschlossenen Schrank hatte, sah ich zufällig ein Gebiss, an das eine Fahrradkette geschweißt war.


Später wurde mein Verdacht durch Gespräche mit Reitern aus dem Stall bestätigt. Das Pferd hätte sich die Verletzung beim Springen zugezogen, weil es immer so
gegen die Sprünge pullt.

Und Heute! Wir brauchen nur die Reitsportkataloge durchzublättern, um zu sehen, welche grotesken Marterinstrumente, als Gebisse ganz legal angeboten und auch noch für pferdefreundlich angepriesen werden.

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