Pro Equo BW - Die Futtervorlage

Die Futtervorlage

Die Futtervorlage bei der Gruppenhaltung

Die Futtervorlage sollte grundsätzlich so erfolgen, dass das Pferd eine natürliche und entspannte Fresshaltung einnehmen kann, d.h. tiefgehaltener Kopf und die Möglichkeit ein Bein weiter vorzustellen.

Bei der Fütterung aus Tiefraufen ist zu beachten, dass ein gleiches Fütterungs -und Standniveau nicht unbedingt einer natürlichen Fresshaltung gleichkommt. Sind beide durch Stangen oder Mauern voneinander getrennt, so müssen sich die Pferde oftmals verrenken, um an das Futter zu gelangen, da sie die natürliche Grätschhaltung nicht einnehmen können. Die Pferde liegen oft mit den Schultern auf der Abtrennung auf, die Vorderbeine stehen unnatürlich weit unter dem Körper, die Hinterbeine sehr weit vorne. Diese Stellung führt vermutlich zu ungewöhnlicher Belastung der Beugesehnen, so dass Sehnenschäden auf Dauer nicht ausgeschlossen werden können.

Als tiergerecht bewährt haben sich dagegen Raufen in Futtertroghöhe, deren Boden ca. 40 cm über dem Standniveau liegen sollte. (Kolter 1989)

Vor allem bei umgebauten Kuhställen, deren Futtergang beibehalten wird und bei denen zweireihige Boxen anstatt der Kuhständer eingebaut werden, kann oft beobachtet werden, wie sich die Pferde verrenken, um an das restliche Heu zu kommen. Das Heranfegen des Heus an die Futterstände bedingt eine zusätzliche Staubentwicklung. Zu guter Letzt wird das Kraftfutter auf den Staub- und restlichen "Heupartikeln" angeboten. Auch wenn diese Art zu füttern bestimmt arbeitssparend ist, sollte man sich doch Gedanken machen, wie man die Situation pferdegerecht lösen kann.

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